bildungsJournal

Reflexionen und Orientierung im digitalen Bildungsdiskurs

TICKER

Brief nach Berlin

Claudia Potthoff hat auf  auf ein neu entwickeltes Tool aufmerksam gemacht. Sie schreibt in ihrem Post: Per Texteingabe o. Diktat kann man sein Anliegen schildern und mit Hilfe von KI einen Brief erstellen lassen. Die KI erstellt den Brief, ermittelt, wer der...

Editorial

Einordnung & Perspektive

In meinem neuesten Blogartikel beschreibe ich, dass sich die klassische Berufsorientierung an Schulen grundlegend verändern muss. Bisher stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, welcher Beruf zu den Jugendlichen passt. Diese Sichtweise reicht jedoch nicht mehr aus, da sich die Arbeitswelt durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz immer schneller wandelt. Viele Tätigkeiten, die früher als sicher galten, verändern sich bereits oder werden teilweise von Maschinen und Algorithmen übernommen. Deshalb braucht die Schule nicht nur Informationen über Berufe, sondern vor allem Orientierung im Wandel. Jugendliche sollten lernen, Entwicklungen zu verstehen, Chancen und Risiken einzuordnen und ihre eigenen Stärken in einer unsicheren Zukunft einzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei Kompetenzen wie kritisches Denken, Kommunikation, Kreativität, Empathie und die Fähigkeit, technologische Veränderungen zu reflektieren. Ich plädiere dafür, Berufsorientierung als Zukunfts- und Transformationsbildung zu verstehen und sie fest im Unterricht zu verankern. So können junge Menschen besser auf eine Arbeitswelt vorbereitet werden, die sich nicht mehr an festen Berufsbildern, sondern an stetigem Wandel orientiert.

Berufsorientierung im Wandel

Noch vor wenigen Jahren schienen Maßnahmen der Schulen zur Berufsorientierung (BO) relativ klar strukturiert zu sein: Praktika, Ausbildungs- und Studienmessen, Girls’ und Boys’ Day, Hochschulbesuche, Informationsveranstaltungen. 

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Hintergrund & Analyse

Synthese & Handeln

Jugendschutz auf Augenhöhe

Wer meine Beiträge zur Debatte über ein Handyverbot verfolgt, kennt meine Position: Ein moderner Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum sollte nicht auf pauschalen Verboten beruhen, sondern auf gemeinsamer Verantwortung, Bildung und praktikablen Schutzstrukturen. Ich kritisiere einfache Lösungen wie Social-Media-Verbote, da sie die eigentlichen Probleme, wie: Gefährliche Plattformmechanismen, unklare Zuständigkeiten und zu wenig Unterstützung für Schulen und Familien, nicht lösen. Anstatt digitale „Mauern” zu errichten, werbe ich für „Brücken” zwischen Schule, Politik, Elternhaus, Fachstellen und Plattformbetreibern, damit der Schutz nicht allein bei den Schulen hängen bleibt. Im Mittelpunkt steht für mich die Idee, dass Kinder und Jugendliche nicht nur geschützt, sondern auch beteiligt werden sollen, da sie ihre digitale Lebenswelt am besten kennen. In meiner Analyse (siehe u.st. Link) mache ich deutlich, dass Inhaltsfilter, bessere Privatsphäre-Einstellungen und eine vernetzte Präventionsarbeit nötig sind, die pädagogische Begleitung, technische Maßnahmen und politische Verantwortung zusammenführt. Unterm Strich plädiere ich für einen Schutzraum, in dem junge Menschen nicht bevormundet, sondern zu einem mündigen und sicheren Umgang mit digitalen Medien befähigt werden.

—> Hintergründe und Analysen

Wissenschaft & Lektüre

Studien & Publikationen

Schulleitungsmonitor Deutschland

Die Mehrheit der Schulleitungen in Deutschland nutzt Daten aktiv in ihrem beruflichen Alltag. Rund die Hälfte steht einer datengestützten Arbeitsweise grundsätzlich positiv gegenüber. Auch institutionell ist die Datennutzung an vielen Schulen bereits verankert....

Veranstaltungen

Termine & Events

Forschung, Publikationen und Handreichungen entfalten ihre Wirkung vor allem dort, wo sie diskutiert, erprobt und gemeinsam weitergedacht werden. 
Die folgenden Veranstaltungen markieren solche Orte des Austauschs zwischen Wissenschaft, Praxis und Bildungspolitik.

08.06.2026, 15:00 – 16:30 Uhr

SIEYA@school: Mission Zukunft – Wie Berufsorientierung im Fachunterricht wirklich begeistert und gelingt

Berufsorientierung ist mehr als ein Projekttag – sie ist eine zentrale Querschnittsaufgabe schulischer Bildung. Doch wie gelingt es, berufliche Perspektiven systematisch und motivierend in den Fachunterricht zu integrieren, ohne zusätzliche Unterrichtszeit zu beanspruchen? Die Fortbildung zeigt praxisnah, wie Berufsorientierung kompetenzorientiert und lebensnah im Unterricht verankert werden kann. Ausgehend von kompakten theoretischen Impulsen zu Kompetenzorientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und fachlichen Zugängen reflektieren die Teilnehmenden die didaktischen Potenziale berufsorientierender Lernsettings. Anhand ausgewählter Unterrichtsmaterialien von SIEYA[at]School werden konkrete Umsetzungsbeispiele vorgestellt und im Hinblick auf Zukunftsthemen sowie zentrale Zukunftskompetenzen wie Problemlösen, Kommunikation und nachhaltiges Denken eingeordnet. Im Mittelpunkt steht der Transfer in die eigene Unterrichtspraxis: Die Teilnehmenden erproben KI-gestützte Erweiterungsmöglichkeiten und entwickeln passgenaue Anpassungen für ihre Lerngruppen. Ein gemeinsamer Austausch zu Umsetzbarkeit, Motivation der Lernenden und weiteren Themenideen rundet die Veranstaltung ab und bietet konkrete, sofort einsetzbare Impulse für einen berufsorientierenden Fachunterricht, der Orientierung gibt und nachhaltig begeistert.

Kostenfreie Anmeldung

10.06.2026, 16:00 – 18:00 Uhr

Ruhr-Uni Bochum: Social Media in der Lehre – Vom Reel zum Credit Point

Social-Media-Formate prägen längst den Alltag der Studierenden. Aber wie lassen sich Reels, Stories & Co. so in die Hochschullehre integrieren, dass mehr entsteht als nur ein „nice to have“? Gemeinsam wollen wir diskutieren, welches didaktische Potenzial Social-Media für Aktivierung, Prüfungsleistungen und Kompetenzentwicklung von Studierenden haben kann und wo zugleich Risiken, Grenzen und Fragen nach Verantwortung liegen. Dabei bieten uns die letzten Jahre eine große Auswahl an Beispielen guter Praxis, die Spielräume zwischen wissenschaftlicher Tiefe und Plattformlogik ausloten. Aber wie wird aus einem Reel ein Credit Point und was bedeutet das für zukünftige Lehr-Lern-Szenarien an Schulen und Universität?

Kostenfreie Anmeldung

10.06.2026, 18:00 – 21:00 Uhr

13.06.2026, 10:00 – 13:00 Uhr

MINT Zukunft schaffen: Pythagoreische Tripel

Das Angebot richtet sich an mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler, die über sichere Kenntnisse der Mittelstufenmathematik verfügen.

  • Klassenstufe: Eine Teilnahme wird ab der 9. Klasse empfohlen.
  • Relevanz: Die Inhalte sind für alle MINT-Interessierten (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) von Bedeutung, da sie das für diese Studienfächer essentielle logische Denkvermögen schulen.

Kostenfreie Anmeldung

12.06.2026, 14:00 – 18:00 Uhr

KI-Austausch ohne Grenzen – Zukunft und Bildung gemeinsam gestalten

Künstliche Intelligenz (KI) verändert Schule, Hochschule und Gesellschaft grundlegend. Wie gestalten wir diese Transformation gemeinsam? Das Barcamp bringt Akteur:innen aus Schulpraxis, Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Eingeladen sind alle Personen, die sich mit KI in Bildungskontexten auseinandersetzen. Gemeinsam diskutieren wir, wie KI den Unterricht und das Lernen verändert, welche gesellschaftlichen und ethischen Fragen dabei entstehen und wie Erkenntnisse aus der Forschung den Weg in die Praxis finden – und umgekehrt.

Den Auftakt des Online-Barcamps machen zwei Keynotes: Doris Weßels, Professorin für Wirtschaftsinformatik, Leiterin des Zukunftslabors Generative KI im KI-Anwendungszentrum Schleswig-Holstein (KI.SH) und Mitgründerin des VK:KIWA, beleuchtet wissenschaftliche Perspektiven auf KI in Bildungskontexten. Martin Fugmann, Leiter der Abteilung Bildung und Digitalisierung bei der DAPF, Schulleiter am Evangelisch Stiftischen Gymnasium und geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, gibt Einblicke aus der Schulpraxis. Im Anschluss finden drei Sessionschienen statt, in denen die Teilnehmenden ihre eigenen Themen einbringen und diskutieren. 

Zur Anmeldung

18.06.2026, 18:00 Uhr

FelloFish Forum: Prof:in Anne Sliwka: KI und Deeper Learning

Im Deeper Learning können Lehrkräfte KI im Co-Design von Unterricht entlang der Phasen Instruktions- und Aneignungsphase, Ko-Konstruktions- und Ko-Kreationsphase sowie Authentische Leistung gezielt einsetzen, um Aufgaben klar zu strukturieren, Lernwege zu differenzieren und Zusammenarbeit wirksam zu gestalten. Auch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können KI aktiv als Scaffolding-Instrument nutzen – etwa für formatives Feedback, adaptive Hilfen und metakognitive Impulse innerhalb dieser Phasen – und damit ihr Lernen zunehmend selbstständig und vertieft gestalten.

Kostenfreie Anmeldung

08.07.2026, 16.00 – 18:00 Uhr

Ruhr-Uni Bochum: Gegen Bildschirmmüdigkeit – digitale Lehre in Bewegung

Studierende sitzen. Einigen Erhebungen zufolge 11 bis 14 Stunden täglich. Sie studieren sitzend, weil Hörsäle und Seminarräume, aber auch Lehrformate die Sitzposition als Standardhaltung setzen, in der an Hochschulen gelehrt und gelernt wird. In der digitalen Lehre verschärft sich diese Situation nicht selten. Wir diskutieren, was diese ›Normalisierung‹ des Sitzens gesundheitlich, kogntiv, sozial bedeutet – und wie es ganz praktisch gelingen kann, auch digitale Lehre in Bewegung zu versetzen.

Kostenfreie Anmeldung

Das deutsche Schulportal lädt regelmäßig zu online organisierten Fortbildungen ein. Im Juni laden sie dazu ein, Handlungssicherheit für herausfordernde Situationen im Schulalltag zu gewinnen, wie man Unterrichtsstörungen professionell begegnen und welche Impulse die „Neue Autorität“ für mehr Präsenz und Beziehung im Unterricht geben kann. Lernen Sie außerdem Perspektiven mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler kennen und diskutieren Sie, wie Schule und Kommune Inklusion gemeinsam gestalten können. Weitere Veranstaltungen widmen sich diskriminierungskritischer pädagogischer Praxis, dem Umgang mit Vielfalt im Schulalltag und der Frage, wie Lehrkräfte psychisch belastete Schülerinnen und Schüler professionell unterstützen können. Zum Monatsende geht es außerdem darum, wie Schule bei antidemokratischen Vorfällen handlungssicher reagieren kann.

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Sebastian Staack pflegt einen sogenannten „Webinar-Radar”. Das Ziel besteht darin, kostenfreie Online-Fortbildungen für Lehrkräfte zu bündeln. Er übernimmt jedoch keine Gewähr oder Verantwortung für die Inhalte der verlinkten Seiten, deren Vollständigkeit und die Verfügbarkeit von Anmeldeplätzen. Diese Sammlung ist ausdrücklich nicht kommerziell und soll der Vernetzung von Fortbildungsinformationen dienen.

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