bildungsJournal
Reflexionen und Orientierung im digitalen Bildungsdiskurs
TICKER
Big Data: Viele Eltern regeln Digitalkonsum von Kindern nicht
Die Mehrheit der Erziehungsberechtigten in Deutschland verzichtet bei ihren Kindern auf strenge zeitliche Beschränkungen am Smartphone und eine konsequente Überwachung der Social-Media-Aktivitäten. Wie die „Postbank Digitalstudie 2026“ zeigt, haben viele Mütter und...
Medien & ich – Mediennutzung in Klasse 3 und 4
Die Unterrichtseinheit „Medien & ich“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 und 4 und bietet einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Mediennutzungsverhalten. Sie besteht aus vier Teilen: Recht am eigenen Bild & Co.: Kindgerecht...
Wie eine Auslandsschule in Georgien die Deutschförderung revolutionierte
Die meisten Kinder an der Deutschen Internationalen Schule Tbilissi kommen aus Familien, in denen Georgisch gesprochen wird – eine Sprache, die strukturell weit vom Deutschen entfernt ist. Im Zentrum der Schulentwicklung steht daher die Deutschförderung und ein...
OERcamp Werkstatt Wutöschingen in der Alemannenschule
Vom 12. bis 14. Juni 2026 wurde die Alemannenschule Wutöschingen zur OERcamp Werkstatt für offene Bildung. Drei Tage lang arbeiteten Teilnehmende an eigenen Lehr- und Lernmaterialien, suchten nach passenden Formaten, klärten Fragen zur Veröffentlichung und tauschten...
Expertenkommission veröffentlicht Handlungsempfehlungen
Die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" hat am 24. Juni ihre Handlungsempfehlungen an Bundesbildungs- und - familienministerin Karin Prien übergeben. Die Empfehlungen zeigen Wege auf, wie Schutz, Befähigung und Teilhabe von Kindern und...
Editorial
Einordnung & Perspektive
In meinem Blogbeitrag zeige ich, warum KI im Klassenzimmer nicht nur ein Zukunftsthema ist, sondern schon heute die Schule verändert: Er stellt die zentrale pädagogische Frage, wie Schülerinnen und Schüler KI nutzen sollen, statt nur ob sie es tun sollten. Genau hier liegt gegenwärtig eine Schwachstelle vieler schulischer Diskussionen. Häufig konzentriert sich die Debatte auf die Frage, ob ein Text, eine Präsentation oder eine Hausaufgabe mit Hilfe von KI erstellt wurde. Diese Perspektive greift zu kurz. Denn die bloße Nutzung einer Technologie sagt noch nichts über den Lernerfolg aus.
Ein Lernender kann KI nutzen, um eigenes Denken zu ersetzen. Er kann dieselbe Technologie aber auch verwenden, um Fragen zu präzisieren, Gegenargumente zu entwickeln, Ideen kritisch zu prüfen oder den eigenen Lernprozess zu reflektieren. Deshalb muss KI-Nutzung im Unterricht metakognitiv sichtbar gemacht werden. Ein KI-Journal kann dabei helfen, die einzelnen Schritte zu dokumentieren und zu reflektieren. Es macht sichtbar, ob KI lediglich als Antwortmaschine genutzt wurde oder ob sie tatsächlich einen eigenständigen Lernprozess unterstützt hat.
Nicht die Nutzung von KI ist das Problem. Unsichtbare KI-Nutzung ist das Problem. Ein KI-Journal ist kein Überwachungsinstrument. Es ist ein metakognitives Werkzeug. Es verwandelt die (bisher oft heimliche) KI-Nutzung in einen transparenten Lernschritt, ähnlich einem Laborprotokoll in den Naturwissenschaften.
KI im Klassenzimmer
Die Debatte um Künstliche Intelligenz in unseren Schulen ist derzeit festgefahren: Zwischen euphorischem Zukunftsglauben und reflexhafter Technologie-Skepsis gehen wir am Kern der Sache vorbei.
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Hintergrund & Analyse
Synthese & Handeln
Das Wissen liegt auf dem Tisch
Nach fast zwei Jahren Bildungsdebatte ziehe ich eine persönliche Bilanz. Im Wesentlichen „bewegten“ mich drei große Themen: die Lage junger Menschen, datengestützte Schulentwicklung und die Auswirkungen von KI auf Lernen und Berufsorientierung. Allen dreien ist dasselbe Problem gemein: Die Schule muss sich stärker an der Realität, an verlässlichen Daten und an gesellschaftlichen Veränderungen orientieren.
Meine drei Erkenntnisse:
- Die Probleme der Jugendlichen sind gut dokumentiert: psychische Belastungen, Zukunftsängste und das Gefühl mangelnder Beteiligung in der Schule.
- Die Instrumente für eine bessere Schulentwicklung liegen vor, werden aber noch zu selten konsequent genutzt.
- KI ist keine ferne Zukunft mehr, sondern verändert bereits heute Lernen, Ausbildung und Beruf. Deshalb müssen Unterricht und Bewertung neu gedacht werden.
Abschließend komme ich zu dem Schluss, dass die zentralen Herausforderungen der Schule längst bekannt sind, es aber an konsequentem Handeln fehlt. Und biete Unterstützung an.
Zur Verifizierung stelle ich drei sogenannte „Big Data“ vor, die meine Thesen untermauern.
Wissenschaft & Lektüre
Studien & Publikationen
Big Data: JIMplus 2026
Die „JIMplus-Studie 2026“ legt ergänzend zu der jährlich erscheinenden, quantitativen Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) den Fokus auf das digitale Wohlbefinden von Jugendlichen. Sie zeigt, wie Jugendliche die Chancen und Belastungen digitaler Medien...
Automatisierte Korrektur mit KI? Wir testen zwei verbreitete Tools
KI-Tools versprechen, Lehrkräfte bei Korrektur, Feedback und Bewertung von Schülertexten zu entlasten. In unserem neuen Open-Access-Artikel in SEMINAR – Lehrerbildung und Schule testen Sean Quägwer und ich zwei verbreitete Systeme für automatisiertes Feedback und...
Schulaufsicht und Schulleitung in herausfordernden Lagen
Gemeinsam für eine wirksame Schulentwicklung Die Aufgaben und Rollen von Schulaufsicht und Schulleitung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt. Damit ändern sich auch die Anforderungen an eine erfolgreiche Zusammenarbeit – gerade dann, wenn...
Neue Studie zu Informatik an Grundschulen: Lehrpläne sind lückenhaft
Tablet, Smartphone, Saugroboter: Kinder kommen immer früher in Kontakt mit digitalen Systemen. Umso wichtiger ist es, dass sie früh ein erstes Verständnis für die Funktionsweise der Technologien entwickeln, die sie umgeben. Wo und wie Informatik in den Lehrplänen...
Schulleitungsmonitor Deutschland
Die Mehrheit der Schulleitungen in Deutschland nutzt Daten aktiv in ihrem beruflichen Alltag. Rund die Hälfte steht einer datengestützten Arbeitsweise grundsätzlich positiv gegenüber. Auch institutionell ist die Datennutzung an vielen Schulen bereits verankert....
Veranstaltungen
Termine & Events
Forschung, Publikationen und Handreichungen entfalten ihre Wirkung vor allem dort, wo sie diskutiert, erprobt und gemeinsam weitergedacht werden.
Die folgenden Veranstaltungen markieren solche Orte des Austauschs zwischen Wissenschaft, Praxis und Bildungspolitik.
12.08.2026, 10.00 – 11:00 Uhr
Ruhr-Uni Bochum: Gegen Bildschirmmüdigkeit – digitale Lehre in Bewegung
Studierende sitzen. Einigen Erhebungen zufolge 11 bis 14 Stunden täglich. Sie studieren sitzend, weil Hörsäle und Seminarräume, aber auch Lehrformate die Sitzposition als Standardhaltung setzen, in der an Hochschulen gelehrt und gelernt wird. In der digitalen Lehre verschärft sich diese Situation nicht selten. Wir diskutieren, was diese ›Normalisierung‹ des Sitzens gesundheitlich, kogntiv, sozial bedeutet – und wie es ganz praktisch gelingen kann, auch digitale Lehre in Bewegung zu versetzen.
17.09.2026, 18.00 Uhr
fellofish: Das große KI-Update nach den Sommerferien
Neun Expert:innen geben nach sechs Wochen Sommerferien ein Update rund um das Thema KI und Schule. Wer einfach die Ferien genossen hat und nichts von Schule und KI wissen wollte, wird im XXL FelloFish Forum von Susanne Alles, Joscha Falck, Manuel Flick, Kristin van der Meer, Hauke Pölert, Regina Schulz, Felix Urban, Melinda Veggian und Hendrik Haverkamp nach der Sommerpause aufgeschlaut. Die Gäste stellen jeweils in kurzen Impulsen ihre persönlichen KI-Highlights vor. Das können neue KI-Konzepte, Features, Tools, Unterrichtsbeispiele und vieles mehr sein
23.09.2026, 14.00 Uhr
#exitingedu digital meets jakobb digital
Weiterbildung, die sich flexibel in deinen Alltag integrieren lässt. Mit #excitingedu x jakobb DIGITAL erwartet dich das Update für Lernen, KI und Future Skills. Freu dich auf kompakte Vorträge, praxisnahe Impulse und aktuelle Einblicke in Künstliche Intelligenz, digitale Unterrichtsgestaltung und zukunftsweisende Kompetenzen. Tausche dich mit Expert:innen sowie Kolleg:innen aus und nimm neue Ideen für deinen Schulalltag mit.
Sebastian Staack pflegt einen sogenannten „Webinar-Radar”. Das Ziel besteht darin, kostenfreie Online-Fortbildungen für Lehrkräfte zu bündeln. Er übernimmt jedoch keine Gewähr oder Verantwortung für die Inhalte der verlinkten Seiten, deren Vollständigkeit und die Verfügbarkeit von Anmeldeplätzen. Diese Sammlung ist ausdrücklich nicht kommerziell und soll der Vernetzung von Fortbildungsinformationen dienen.